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Nicole Kamrath
Betreiberin des «Mehlstübchens» Die Berliner sind stolz auf ihre Schrippe, dabei waren es wohl die Hugenotten, die einst das helle Mehl aus Frankreich in die Stadt brachten. Bis dahin gab es in Berlin nur dunkles Brot. Lange her: Im «Mehlstübchen» in der Schöneberger Leberstraße ist die Auswahl an Mehlsorten enorm – vom klassischen Weizen- über spezielles Brioche- bis hin zu exotischem Teffmehl aus Äthiopien. Seit 18 Jahren betreibt Nicole Kamrath als Quereinsteigerin die einzige Mehlmanufaktur Berlins, die zudem frische Backwaren in Angebot hat. Nicole Kamrath verspricht ihren Kunden sortenreines Qualitätsmehl, das von ausgewählten Mühlen vorrangig aus Deutschland stammt. Das steigende Bewusstsein für gutes Essen nimmt auch sie wahr: «Man merkt,…
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Juliane Kohrs
Restaurantmanagerin im Bundestag Das Reichstagsgebäude zählt zu Berlins bekanntesten Bauwerken und ist Sitz des Deutschen Bundestags. An diesem besonderen Ort arbeitet auch Juliane Kohrs. Nicht als Volksvertreterin, sondern als Restaurantmanagerin: Die gebürtige Norddeutsche sorgt für Feinkost Käfer etwa dafür, dass das öffentlich zugängliche Dachgartenrestaurant sowie die Abgeordnetenlokalitäten reibungslos laufen. Sie und ihr Team achten zudem darauf, dass die Politiker im Fraktionssaal nicht verhungern. Diese wünschten dabei oft «das Banale», sagt sie, eine Brezel oder eine Bockwurst. Obwohl Juliane Kohrs seit fast zwei Jahrzehnten im Hohen Haus arbeitet, ist sie unverändert von der Örtlichkeit fasziniert – besonders, wenn Michelle Obama zu Buletten oder der britische König Charles zum Tee vorbeischauen. Gleichzeitig…
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Heidi Zander
Rentnerin aus Schöneberg Von Marlene Dietrich bis Willy Brandt: Berlin hat viele berühmte Töchter und Söhne hervorgebracht. Dabei sind es oft die weniger bekannten Menschen, die was über die Stadt erzählen können – und charakteristisch für sie sind. So wie Heidi Zander. Seit fast 60 Jahren wohnt die Rentnerin auf der Roten Insel in Schöneberg. Dabei war früher mitnichten alles besser. Aber «irgendwie gemütlicher», wie sie sagt. Mit typischer Berliner Schnauze weiß sie manche Anekdote zu berichten, zum Beispiel von einem Kuhstall mitten in der Stadt. Berlins wechselvolle Geschichte hat Heidi Zander unmittelbar erlebt. Als 1961 die Mauer gebaut wird und der Vater nachts die ganze Familie weckt: «Die mauern uns ein!»…
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Olaf Ihlefeldt
Friedhofsleiter in Stahnsdorf Mehr als 200 Friedhöfe hat Berlin – doch keiner bringt so viele Besonderheiten mit wie der Südwestkirchhof Stahnsdorf. Außerhalb der Stadtgrenzen gelegen, ist er einer der größten Friedhöfe weltweit. Spaziert man über das weitläufige Areal, wird schnell spürbar: Das ist kein Ort der Schwere; die vielen Bäume und Sichtachsen sowie Brunnen und Orte zum Verweilen erinnern eher an einen Stadtpark oder Märchenwald. «Ein Garten der Toten», wie Olaf Ihlefeldt sagt. Seit mehr als drei Jahrzehnten ist er Leiter des Friedhofs. Ihlefeldt hat der Südwestkirchhof derart eingenommen, dass er viel dafür tut, Menschen an diesem «Kulturgut der Metropole Berlins» teilhaben zu lassen. Als Dolmetscher des Friedhofs. Sei es…